Barbara Weitzel ist Journalistin, Autorin und Literaturkritikerin.
Sie ist immer dort unterwegs, wo sie Geschichten findet: In der Stadt und in der Welt der Bücher. Über das, was sie dort erlebt, schreibt sie in Zeitungen und Magazinen und auf Ihrem Blog „Laufend Lesen“.

„Es ist die Wirklichkeit,
welche die Möglichkeiten weckt“

R. Musil, MoE

Blog

Mai 2021

Warme Croissants und kalte Morde – Louise Pennys Krimis

Und wieder sah er das entzückende Bistro vor sich und den freundlichen Mann mit dem Messer.

Three Pines findet man nicht, Three Pines findet einen. Auch mich hat das kleine Dorf in den Wäldern von Quebec gefunden und ich habe viele Tage dort verbracht. Gute, helle Tage, trotz der düsteren Ereignisse, die den Ort in verblüffender Anzahl regelmäßig heimsuchen. So viele Tote, und eine Tat perfider als die andere. Dass die Bewohner der schmucken Häuser rund um den Anger weiterhin so vertrauensvoll und heiter beisammensitzen, essen und trinken, kann man nur bewundern.

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Februar 2021

Lass das Suchen, sie finden Dich. Vom Bücherkaufen

Als der Zug um 10:46 aus dem Bahnhof hinausfuhr, hielt sie den Kopf gesenkt vor Scham, dass die Stadt, die fast zehn Jahre lang ihr Wohnort gewesen war, keine Buchhandlung gewollt hatte.  Penelope Fitzgerald, Die Buchhandlung

Ein Satz, den man mehrmals lesen muss. Zumindest mir ging es so. Eine Stadt will keine Buchhandlung. Abgesehen vom traurigen Schicksals der Hauptfigur Florence, die so gekämpft hat und doch aufgeben muss, ist diese Tatsache doch das Erschütterndste. Und machen diesen letzten Satz zu einem der traurigsten, die man je gelesen hat.

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Januar 2021

Verwoben: Von Lebensbüchern und magischen Momenten

„Und Ulrich bemerkte nun, daß ihm dieses primitiv Epische abhanden gekommen sei, woran das private Leben noch festhält, obgleich öffentlich alles schon unerzählerisch geworden ist und nicht einem „Faden“ mehr folgt, sondern sich in einer unendlich verwobenen Fläche ausbreitet.“ – Robert Musil, MoE

Es ist wohl kein Zufall, dass das Kind seine ersten Schritte auf der unendlich verwobenen Fläche in dieser Zeit der Stille und des Stillstands getan hat.

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„Manchmal braucht man die Dichter.“

C. Crowley, Das tiefe Blau der Worte